Großbritannien

Britischer Schatzkanzler ohne jede Ambition

Der Haushaltsentwurf von Jeremy Hunt hätte auch von Labour stammen können. Bei der Übergewinnsteuer diente die Opposition als Ideengeber. In ihm spiegelt sich lediglich Verwaltungshandeln wider.

Britischer Schatzkanzler ohne jede Ambition

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Der britische Schatzkanzler Jeremy Hunt hat einen Haushalt vorgelegt, der ebenso gut von Labour wie von den Tories stammen könnte. In ihm spiegelt sich lediglich Verwaltungshandeln wider. Einziges Ziel ist, die Finanzmärkte gnädig zu stimmen, als handelte es sich bei ihnen um römische Götter. Der marode National Health Service bekommt fast so viel Geld wie von seinen Funktionären gefordert, ohne dafür irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Arbeitslosengeld und Sozialleistungen werden im Einklang mit der Inflation erhöht, während arbeitende Menschen empfindliche Reallohnverluste hinnehmen müssen. Von der Idee, die fünf Millionen Erwerbsfähigen, die von Transfers leben, wieder in Arbeit zu bringen, haben sich die Tories wohl verabschiedet. Wer spart oder Geld anlegt, wird dafür bestraft. Es wird ein wenig Gegenwind aus der eigenen Partei geben, aber Hunt muss sich keine Sorgen machen. Die Opposition fungierte in Fällen wie der Übergewinnsteuer als Ideengeber. Das Parlament wird den Haushalt deshalb bestimmt absegnen.

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