Corona-Chaos in Heathrow – Regierung verschiebt Testpflicht


hip – Wer in Großbritannien einreist, wird erst ab Montag einen negativen Sars-Cov-2-Test vorweisen müssen. Die britische Regierung hat die ursprünglich für Freitag vorgesehene Einführung der Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verschoben, um Reisenden mehr Zeit für die Vorbereitungen zu geben. Die Regierung hatte verpflichtende Tests bei der Ankunft lange mit der Begründung abgelehnt, das sei ineffizient. Die Einführung von „Test to Release“ – einem System, das Einreisenden die Möglichkeit geben sollte, ihre Quarantänepflicht durch einen freiwilligen Test zu verkürzen – war im Dezember chaotisch verlaufen, weil die Anbieter der Nachfrage nicht gerecht wurden. Sie dürfte erneut steigen, denn der nun verlangte Test vor dem Abflug entbindet die ankommenden Passagiere nicht von der Pflicht, sich zehn Tage selbst zu isolieren, wenn sie kein negatives Testergebnis von „Test to Release“ vorweisen können. Die Luftfahrtbranche hatte gehofft, dass ein Test vor dem Abflug für ausreichend befunden würde. Das könne nur eine zeitlich befristete Notstandsmaßnahme sein, sagte Tim Alderslade, der Chef der Lobby Aviation UK. „Wir können es uns nicht leisten, dass sich das über den ganzen Sommer hinweg fortsetzt.“ Die Situation ist unübersichtlich. Obwohl sich Innenministerin Priti Patel wiederholt für die Schließung der Außengrenzen aussprach, wurden trotz des Auftretens einer neuen Virusvariante in Brasilien nicht einmal die Flugverbindungen dorthin unterbrochen.