BERLIN (dpa-AFX) – Nach weitreichenden Exportstopps für Schweinefleisch wegen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland gibt es laut Bundesagrarministerium wieder mehr Handelsmöglichkeiten. So könne ab sofort frisches Fleisch aus nicht von der Tierseuche betroffenen deutschen Regionen nach Vietnam ausgeführt werden, teilte das Ressort am Freitag mit. Auch Singapur habe einer solchen Regionalisierung zugestimmt. Mit Brasilien, Argentinien, Südafrika und Südkorea seien Ausnahmen von der kompletten Sperre für verarbeitete Erzeugnisse erreicht worden. Mit China soll weiter verhandelt werden. Dazu würden alle Kontaktmöglichkeiten, auch über das Kanzleramt, genutzt.

Nach dem Auftauchen der Schweinepest im Herbst hatten zahlreiche Staaten außerhalb der Europäischen Union Schweinefleisch-Einfuhren aus ganz Deutschland gestoppt – obwohl die Tierseuche bisher nur in Brandenburg und Sachsen bei Wildschweinen entdeckt wurde. Schweine in Ställen von Landwirten sind bisher nicht betroffen. In der EU, in die rund 70 Prozent der Schweinefleisch-Exporte gehen, gilt generell schon diese Regionalisierung – also dass Schweinefleisch aus nicht betroffenen deutschen Regionen gehandelt werden kann./sam/DP/stw

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