WOLFSBURG (dpa-AFX) – Neben der Erweiterung der Elektro-Flotte wird das Geschäft mit Daten und dem Herunterladen zusätzlicher Funktionen in der Auto-Software ein zentraler Schwerpunkt bei Volkswagen . In den kommenden Jahren soll so die Kommunikation mit den Kunden enger verzahnt und gleichzeitig eine neue Erlösquelle geschaffen werden. Die Kernmarke des größten europäischen Autokonzerns stellte dazu am Freitag die Strategie „Accelerate“ vor. Sie reicht bis 2030.

Ein Hauptelement: Die digitale Ausstattung der Fahrzeuge wird standardmäßig so ausgelegt, dass alle möglichen Funktionen schon grundsätzlich vorinstalliert sind und die Nutzer sie dann je nach Nachfrage und Fahrprofil freischalten lassen können. Durch dieses Vorgehen soll auch die bislang teure Vielfalt und Komplexität zahlreicher verschiedener Grundvarianten sinken. Vertriebschef Klaus Zellmer sagte, es denkbar, dass ein solches Modell „durchaus dreistellige Millionenbeträge in die Kassen bringen“ könne.

Binnen drei Jahren will VW im Gegenzug die Fixkosten um weitere fünf Prozent drücken. Der Betriebsrat hatte in den Verhandlungen hierzu darauf gedrungen, dass dies nur im Rahmen der schon laufenden Umbau- und Sparprogramme geschieht. Zudem sind neue Geschäfte rund um die Energieversorgung und das Laden von E-Fahrzeugen angedacht. Der reine E-Anteil soll rascher steigen, VW hält jedoch auch an der Neuauflage von Verbrenner-Modellen und den oft umstrittenen Hybridautos fest./jap/DP/jha

zurück