FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Euro hat am Donnerstag seinen Höhenflug fortgesetzt. Am Vormittag stieg der Kurs bis auf 1,2139 US-Dollar und erreichte so den höchsten Stand seit April 2018. Zuletzt fiel die Gemeinschaftswährung etwas zurück und wurde mit 1,2115 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2066 Dollar festgesetzt.

„Der Euro profitiert dabei von der Schwäche des Dollars und den Aussichten auf Impfungen gegen COVID-19“, kommentierte die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen die Entwicklung. Im Fokus der Marktteilnehmer stünden außerdem weiterhin die Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit. Eine Einigung ist noch nicht in Sicht. Das Pfund erholte sich am Vormittag etwas von seinen Vortagesverlusten.

In der Eurozone hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im November deutlich eingetrübt. Der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex gab jedoch etwas weniger nach als noch in einer ersten Schätzung ermittelt. Er signalisiert jedoch eine merkliche Schrumpfung des Sektors. In Spanien trübte sich der Indikator weniger ein als erwartet – in Italien hingegen etwas stärker. In beiden Ländern wird keine Erstschätzung erhoben.

Die Dienstleister haben besonders stark unter den Corona-Beschränkungen zu leiden. Dementsprechend ist die Stimmung dort wesentlich schlechter als etwa in der Industrie. An Nachmittag stehen entsprechende Daten aus den USA an./jsl/bgf/stk

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