PARIS/BERLIN (dpa-AFX) – Die internationale Gemeinschaft will dem krisengebeutelten Libanon weiter helfen, fordert aber die Bildung einer neuen Regierung und dringend notwendige Reformen. So ließe sich das Vertrauen des libanesischen Volkes und der ausländischen Geldgeber zurückgewinnen, erklärten Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres am späten Mittwochabend nach einer internationalen Videokonferenz. Macron und Guterres hatten die Gesprächsrunde geleitet.

Die Teilnehmer der Konferenz hätten besorgt darauf reagiert, dass sich die Untersuchung der verheerenden Explosion im August verzögere, hieß es in der Erklärung. Auch die sich abzeichnende humanitäre Krise bereite Sorgen. Reformen seien für die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft absolut entscheidend. Diese habe ihre Solidarität mit der libanesischen Bevölkerung nachdrücklich bekräftigt – ebenso wie die Verpflichtung, angesichts der Tragödie an deren Seite zu stehen. Ein Betrag für neue Hilfen wurde nicht genannt. Aus Deutschland nahm Außenminister Heiko Maas teil./DP/zb

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