BERLIN (dpa-AFX) – Die Berechnung und Auszahlung der im kommenden Jahr startenden Grundrente kostet 400 Millionen Euro. Das sagte der Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Hans-Werner Veen, am Mittwoch in einer Videokonferenz. Er forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, dass neben den Leistungsausgaben für die Grundrente auch die Verwaltungs- und Verfahrenskosten dafür erstattet werden müssten.

Die Rentenversicherung wehre sich gegen solche Griffe in die Kasse der Beitragszahler bei gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, sagte Veen. In den Zahlen noch nicht enthalten seien die Kosten für die Nutzung vorhandener Kapazitäten – etwa für die Einstellung und Schulung neuen Personals. Rund 1,3 Millionen Menschen mit kleiner Rente bekommen ab 2021 Grundrente.

Profitieren sollen diejenigen, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit aufweisen. Der Gang zum Sozialamt soll ihnen erspart werden. Im Schnitt gibt es einen Zuschlag von 75 Euro. Die Grundrente startet zwar offiziell zum 1. Januar, die Auszahlung wird sich aber wegen des hohen Verwaltungsaufwands voraussichtlich um mehrere Monate verzögern und dann rückwirkend erfolgen./bw/DP/jha

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