FRANKFURT (dpa-AFX) – Das Jahr 2021 wird laut dem Vermögensverwalter Pictet Asset Management ein gutes, wenn auch kein exzellentes Jahr für Aktien. Zugleich werden Wirtschaft und Märkte aus den Tiefen der Coronavirus-Pandemie wieder langsam in Richtung Normalität zurückkehren, sagte Chefstratege Luca Paolini am Mittwoch während einer Presseveranstaltung.

„Wir rechnen mit einer starken und synchronisierten globalen wirtschaftlichen Erholung von minus 3,8 Prozent in diesem Jahr hin zu plus 5,6 Prozent im neuen Jahr“, sagte er. Allerdings könnten die positiven Basiseffekte dabei jedoch die von der Pandemie verursachten langfristigen Schäden nicht kaschieren. Das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte wegen Covid-19 dauerhaft 4 Prozent geringer sein. „Es wird Jahre dauern, bevor die Weltwirtschaft wieder auf dem Niveau vor Covid-19 zurück ist.“ Zugleich werde dadurch aber auch die Inflation mindestens bis zum Jahr 2022 im Zaum gehalten.

Wie es für die USA als weltgrößter Volkswirtschaft weitergehe, hänge zugleich stark vom neuen staatlichen Hilfspaket ab, über das noch immer verhandelt werde, so Paolini. Sollte das Volumen etwas mehr als eine Billion US-Dollar umfassen, – wovon er ausgehe – könnte dies 2021 einen Wachstumsschub von mehr als fünf Prozent in der weltweit größten Volkswirtschaft auslösen. Die Zentralbanken im Allgemeinen sollten laut dem Chefstrategen darüber hinaus weiterhin als eine Art Stoßdämpfer agieren, die allzeit stützend der Wirtschaft zur Seite stünden.

Mit Blick auf Aktien rechnet Paolini mit einem „guten Jahr 2021“. Die Preisrendite dürfte bei etwa 10 Prozent liegen, auch wenn dies unter dem historischen Durchschnitt eines von Erholung getriebenen Bullenmarkts von 20 Prozent liege. Mit Blick auf das Kursgewinnverhältnis weltweiter Aktien rechnet er zudem zwar 2021 mit einem Rückgang um 15 Prozent, doch sollte dieser mehr als ausgeglichen werden durch starke Anstiege der Unternehmensgewinne. Zyklische Unternehmen zu angemessenen Preisen und mit Fokus auf Kapitalausgaben und Ausrichtung auf Asien dürften interessant sein. Insbesondere Japan oder China sollten im neuen Jahr einen Blick wert sein./ck/jkr/he

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