NEW YORK (dpa-AFX) – Etwas gemächlicher dürften es die Anleger am New Yorker Aktienmarkt zur Wochenmitte angehen lassen nach den Vortagesrekorden beim S&P 500 und an der Nasdaq. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor dem Start mit minus 0,44 Prozent auf 29 694 Punkten. Auch der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 werden etwas tiefer erwartet.

Zwar gibt es wieder etwas mehr Hoffnung auf ein Konjunkturpaket in den USA. Doch dämpfend dürfte wirken, dass der designierte US-Präsident Joe Biden die Handelspolitik gegenüber China nach seinem Amtsantritt nicht sofort ändern will. Das zu Jahresbeginn beschlossene Phase-Eins-Abkommen zwischen China und den USA werde er zunächst nicht antasten, sagte Biden der „New York Times“. Er wolle zunächst die China-Politik umfassend und in Abstimmung mit den wichtigsten Verbündeten überprüfen.

Die Reihe an guten Nachrichten in puncto Corona-Impfstoffe erhielt am Mittwoch eine Fortsetzung. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel erteilte eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer . Dies hievte die primär in New York gelisteten Biontech-Aktien, die am Vortag noch unter Gewinnmitnahmen litten, vorbörslich mit 3,4 Prozent ins Plus. Pfizer rückten derweil um 2,8 Prozent vor.

Auf Unternehmensseite lohnt sich auch wieder ein Blick auf Slack wegen der nun offiziellen Übernahme durch Salesforce für rund 27,7 Milliarden Dollar. Nach den Spekulationen der vergangenen Tage wird die Bestätigung für die rekordhohen Slack-Aktien nun offenbar kein Treiber mehr, die Papiere des Anbieters von Büro-Kommunikationslösungen fielen vorbörslich um ein Prozent. Unter Druck bleiben aber die Salesforce-Titel, vorbörslich gibt es für sie angesichts des bislang größten Zukaufs in der Geschichte einen Rücksetzer um sechs Prozent. Unter 230 Dollar drohen sie auf ein Tief seit August zu fallen.

Vorbörslich höher notierten die Titel von Hewlett Packard Enterprise (HPE). Das IT-Unternehmen hatte mit seinen Quartalszahlen sowie mit seiner Prognose die Erwartungen übertroffen. Zudem meldete HPE, dem Silicon Valley den Rücken zu kehren und nach Houston zu ziehen. Dort habe man bereits den größten Beschäftigungs-Schwerpunkt in den USA./ajx/tih/jha/

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