LONDON (dpa-AFX) – Der deutsche Botschafter in London, Andreas Michaelis, hat die Briten daran erinnert, dass der nun zugelassene Impfstoff keine Erfindung aus Großbritannien war. „Warum ist es so schwer, diesen Schritt nach vorne als großartige internationale Anstrengung und Erfolg anzuerkennen?“, schrieb der Diplomat auf Twitter. Obwohl die deutsche Firma Biontech einen entscheidenden Beitrag geleistet habe, sei das keine nationale Geschichte, sondern „europäisch und transatlantisch“, so der Botschafter.

Er antwortete damit auf einen Tweet des britischen Wirtschaftsministers Alok Sharma, der verkündete: „Großbritannien war das erste Land, das einen Vertrag mit Pfizer /Biontech geschlossen hat
- jetzt werden wir die ersten sein, die den Impfstoff einsetzen.“
Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock hatte zuvor den Brexit als einen Faktor genannt, warum der Impfstoff in Großbritannien schneller zugelassen werden konnte als in der EU.

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt./cmy/DP/eas

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