Preisdruck in den USA lässt leicht nach


det Washington – In den USA hat der Inflationsdruck im August auf hohem Niveau leicht nachgelassen. Laut Arbeitsministerium verteuerten sich Konsumgüter im Vorjahresvergleich um 5,3 %. An der Kernrate gemessen, die schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, lag das Plus bei 4,0 %. Ökonomen begrüßten die etwas geringere Inflation, gaben aber zu bedenken, dass es zu früh sei, um von einer Trendumkehr zu sprechen. Die Delta-Variante des Coronavirus und die Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie könnten zur Folge haben, dass es zu neuen Störungen in den globalen Lieferketten kommt und die Preise wieder anziehen.

Die Aufmerksamkeit der Märkte gilt der Frage, ob die US-Notenbank Fed nun etwas länger zögern wird, ihre Anleihekäufe zu drosseln. Notenbankchef Jerome Powell hat signalisiert, dass die Fed noch dieses Jahr mit dem in Fachkreisen Tapering genannten Abschmelzen der Anleihekäufe von zurzeit 120 Mrd. Dollar pro Monat beginnen könnte. Hinweise erhoffen sich Beobachter von der Zinssitzung nächste Woche.

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Börsen-Zeitung, 15.09.2021, Autor Peter De Thier, Nummer 177, Seite 1, 155 Wörter