US-Daten stützen Staatsanleihen

EU-Emission stößt auf sehr hohe Nachfrage – Fondsmanager skeptischer


ck Frankfurt – Die US-Inflationsdaten vom August haben am Dienstag die Staatsanleihen gestützt. So gab die laufende Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe bis auf -0,35 % nach und lag zuletzt 1 Stelle unter dem letzten Stand des Vortages bei -0,34 %. Die Rendite der zehnjährigen Treasury sank um 4 Stellen auf 1,28 %. Der Auftrieb der amerikanischen Verbraucherpreise hat sich abgeschwächt und fiel auch geringer aus, als am Markt zuvor erwartet worden war. Der Euro stieg bis auf 1,1840 Dollar und wurde am frühen Abend mit einem Plus von 0,1 % bei 1,1819 Dollar gehandelt.

An den europäischen Aktienmärkten wirkten die Daten nur vorübergehend beflügelnd. Der Dax zog bis auf 15 764 Punkte an, ehe er wieder zurückfiel und mit einem Plus von 0,1 % bei 15 723 Zählern schloss. Die Sorgen über die Lieferketten hinterließen bei einigen Einzelwerten deutliche Spuren. So büßten Norma 15,8 % ein, nachdem das auf Verbindungstechnik für die Industrie und die Automobilbranche spezialisierte Unternehmen unter Hinweis auf Materialknappheit bzw. höhere Materialpreise und Frachtkosten seine Ergebnisprognose reduziert hatte.

Die Europäische Union stieß mit ihrem vierten NGEU-Bond erneut auf eine enorm hohe Nachfrage. Bei einem Volumen von 9 Mrd. Euro wurden für den siebenjährigen Titel Orders für mehr als 85 Mrd. Euro abgegeben. Nach einer Spread-Vorgabe um minus 12 Basispunkte (BP) konnte die Anleihe zu minus 14 BP untergebracht werden.

Laut der jüngsten globalen Umfrage von Bank of America sind die Fondsmanager skeptischer geworden, was die Aussichten für die Konjunktur und die Gewinne der Unternehmen betrifft. Demnach rechnet nur noch eine Mehrheit von 13 % der Teilnehmer der Umfrage damit, dass sich die Konjunktur weiter verbessern wird. Im März dieses Jahres waren davon noch netto 91 % ausgegangen.

- Berichte Seite 20

Börsen-Zeitung, 15.09.2021, Autor Christopher Kalbhenn, Nummer 177, Seite 1, 281 Wörter