BaFin ermittelt nach Kurssturz bei Grenke

GRENKELEASING Stammhaus Baden-Baden
Quelle: Grenke AG

jsc Frankfurt – Die deutsche Finanzaufsicht will nach dem Kurssturz der Aktien der Leasingfirma Grenke „umfassend“ ermitteln: Gestern erklärte die BaFin, einen Bericht der Firma Viceroy Research zu überprüfen, in dem schwere Vorwürfe gegen Grenke erhoben werden. Die BaFin geht demnach möglichen Marktmanipulationen nach, und zwar durch Grenke selbst „etwa durch unrichtige Informationen zu Bilanzierungssachverhalten“ durch Dritte, „etwa in Form einer Shortattacke“, sowie „mutmaßlichem Insiderhandel vor dem Erscheinen des Reports“.

Der Viceroy-Bericht ist gespickt mit Vorwürfen: Das MDax-Unternehmen hat angeblich schwächelnde Franchisepartner unter fragwürdigen Umständen gekauft und Firmenwerte unrealistisch veranschlagt. Die Aktie brach gestern im Xetra-Handel um 18,8 % auf 44,64 Euro ein. „Dieser Bericht enthält Unterstellungen, die Grenke auf das Schärfste zurückweist“, erklärte die Firma am Dienstagabend. Der Investor Fraser Perring, der hinter der Attacke stehen soll, hatte Berichten zufolge 2016 Wirecard Bilanzpfusch vorgeworfen.

- Berichte Seiten 3 und 20

Börsen-Zeitung, 16.09.2020, Autor Jan Schrader, Nummer 178, Seite 1, 140 Wörter