Commerzbank erwägt Abbau von 11 000 Stellen


lee Frankfurt – Angesichts der anstehenden Belastungen aus der Covid-19-Krise und zunehmenden Drucks durch Investoren erwägt das Top-Management der Commerzbank offenbar eine Radikalkur. Wie am Montag in Finanzkreisen zu hören war, wird vor der am Mittwoch anberaumten Aufsichtsratssitzung intern über den Abbau von weiteren 7 000 Arbeitsplätzen diskutiert. Zusammen mit den bereits im vergangenen Herbst angekündigten Stellenstreichungen würde dies auf den Abbau von mehr als 11 000 Stellen bis 2023 hinauslaufen. Ein Teil der zur Disposition stehenden Stellen soll demnach auf die Filialen entfallen. Angesichts der während der Pandemie gestiegenen Akzeptanz von Online-Services erwäge der Vorstand, statt wie bislang geplant 200 insgesamt 400 der bundesweit 1 000 Filialen zu schließen, hieß es. Eine Sprecherin der Commerzbank betonte am Montag, dass der Vorstand hinsichtlich der zu überarbeitenden Strategie noch keine Entscheidung getroffen habe. Das Institut hat angekündigt, die neuen Eckdaten Anfang August vorzustellen.

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Börsen-Zeitung, 30.06.2020, Autor Anna Sleegers, Nummer 122, Seite 1, 146 Wörter