DAS CFO-INTERVIEW

Hapag-Lloyd will Krise ohne Staatshilfe bestehen

CFO: Cash-flow und Liquidität der Reederei stabil


ste Hamburg – Die Containerreederei Hapag-Lloyd will die Coronakrise ohne eine Inanspruchnahme staatlicher Finanzhilfen durchstehen. „Da wir absehbar keine deutliche Verschärfung der Pandemie und keinerlei existenzbedrohende Effekte für Hapag-Lloyd erwarten, gehen wir im Moment davon aus, dass wir keine Staatshilfen benötigen werden“, erklärt der seit März amtierende Finanzvorstand Mark Frese im Interview der Börsen-Zeitung. Die Hamburger stemmen sich mit zusätzlichen Einsparungen sowie mit einer „Priorisierung“ von Investitionen gegen Krisenfolgen wie den in diesem Jahr erwarteten Rückgang der Transportvolumina um rund 10 %.

Frese zeigt in Anbetracht niedrigerer Bunkerpreise und stabiler Frachtraten Zuversicht. „Unser Cash-flow ist weiterhin stabil.“ Die Reederei, die ihre Finanzziele für 2020 nicht kassiert hat, sieht die Liquidität als „sehr gesichert und äußerst stabil“ an. Fusionsgespräche führe man nicht, so der CFO. „Es ist jetzt nicht die Zeit für Marktanteilsgewinne.“

- Interview Seite 9

Börsen-Zeitung, 30.06.2020, Autor Carsten Steevens, Nummer 122, Seite 1, 135 Wörter